DEMIRA - Jubiläumsveranstaltung in Bosnien und Herzegowina

München, den 21.09.2011. Zusammen mit zahlreichen geladenen Gästen aus Deutschland und aus Bosnien und Herzegowina feierte DEMIRA e.V. am 15. September zehn Jahre Arbeit in der humanitären Minen- und Kampfmittelräumung in

 
München, den 21.09.2011. Zusammen mit zahlreichen geladenen Gästen aus Deutschland und aus Bosnien und Herzegowina feierte DEMIRA e.V. am 15. September zehn Jahre Arbeit in der humanitären Minen- und Kampfmittelräumung in Bosnien und Herzegowina. Die Veranstaltung fand auf dem ehemaligen Olympiaberg Igman nahe Sarajevo statt. DEMIRA e.V., die Deutsche Botschaft Sarajevo und das bosnische Minenaktionszentrum BHMAC informierten über die aktuelle Minensituation in Bosnien und Herzegowina 16 Jahre nach dem Krieg.
 
Der DEMIRA-Vorstand und Minenräumer Martin Auracher und der Direktor von DEMIRA in Bosnien, Pavo Vuković berichteten den Besuchern über die bisherigen Erfolge in der Minenräumung in Bosnien und Herzegowina sowie über aktuelle Projekte. Auch der Leiter des bosnischen Minenaktionszentrums Dusan Gavran, der bosnische Parlamentarier Zijad Jagodic sowie ein Mitglied der Minenräumkommission Bosnien und Herzegowinas Aleksander Damjanac haben über die Situation im Land und die Minenproblematik referiert. Bei einer Vorführung mit Minenräumern und Minenspürhunden bekamen die Teilnehmer die Gelegenheit, die Arbeit der Minenräumer live mitzuerleben.
 
Unter den geladenen Gästen war der Aufsichtsratsvorsitzende der MEGGLE AG Toni Meggle, der ein wichtiger Unterstützer der DEMIRA-Minenräumprojekte in Bosnien und Herzegowina ist. Auch die Abrüstungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Frau Inge Höger MdB reiste nach Sarajevo an. Zudem waren zahlreiche bosnische Parlamentarier, der Chef des NATO-Hauptquartiers in Sarajevo, Colonel Miran Rožanec und der Chef des International Trust Fund Sarajevo, Roman Turšič vertreten. Die Veranstaltung wurde maßgeblich vom Deutschen Militärattaché, Oberstleutnant i.G. Ingo Gnoyke mitgestaltet. Trotz ihres engen Terminkalenders gab sich auch die Deutsche Botschafterin Ulrike Knotz die Ehre beim abendlichen Empfang teilzunehmen.
 
Minenproblematik in Bosnien und Herzegowina
 
Schätzungsweise 1.442,84 km2 oder 2,81% des bosnischen Staatsgebiets sind Untersuchungen des bosnischen Minen-Aktions-Zentrums (BHMAC) aus dem Jahre 2010 verseucht. Das BHMAC vermutet die Zahl der im Boden verbliebenen Minen und Blindgänger auf ca. 213.000 Stück. Die ländlichen Regionen Bosnien und Herzegowinas sind besonders stark von der Minenverseuchung betroffen. Deshalb sind die von der Landwirtschaft lebenden Bevölkerungsgruppen und die Rückkehrer einem erhöhten Unfallrisiko ausgesetzt. Alleine 2010 ereigneten sich 10 Minenunfälle. Bei diesen Unfällen kamen 6 Menschen zu Tode und 8 wurden verletzt. Die Zahl der Minenunfälle nach Kriegsende stieg somit auf 1.674 an. Insgesamt wurden 590 Menschen bei Minenunfällen in Bosnien und Herzegowina getötet. Die Zahl der Unfälle konnte auch durch das Engagement von DEMIRA e.V. in der Minenräumung und der Minenaufklärung von 513 in 1996 auf 10 Unfälle in 2010 gesenkt werden.
 
5,5 Millionen Quadratmeter in zehn Jahren geräumt
 
Da für die bosnische Zivilbevölkerung auch 16 Jahre nach Kriegsende weiterhin eine große Gefahr von Minen und nichtexplodierten Sprengkörpern ausgeht, engagiert sich DEMIRA e. V. seit 10 Jahren in dem Balkanstaat. Seither konnten die Minenräumteams von DEMIRA insgesamt 5,5 Millionen Quadratmeter in Bosnien und Herzegowina räumen, davon 2,3 Millionen Quadratmeter mit finanzieller Hilfe des Auswärtigen Amtes. Diese Flächen wurden offiziell zertifiziert, an die lokale Bevölkerung zurückgegeben und können wieder ohne Risiko genutzt werden.
 
DEMIRA e.V. möchte sich bei den Sponsoren der Veranstaltung der MEGGLE AG und der der Alpha Armouring Panzerung GmbH recht herzlich bedanken.
 
 
 


 
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