München, den 31. Januar 2010. Zwei Wochen nach seiner Ankunft in Santo Domingo ist das vierköpfige Team zur medizinischen Erstversorgung mit Marcia Hamzat,
dem Arzt für Kinderheilkunde Dr. Thomas Eichholz, dem Unfallchirurgen Dr. Aljoscha Schäffler von der Unfallchirurgie des Klinikums rechts der Isar und dem Allgemeinmediziner Tillmann Haaker über Philadelphia nach München zurückgekehrt.
Nach ihrer Ankunft in der Dominikanischen Republik waren die Helfer mit zwei LKWs und insgesamt drei Tonnen Medikamenten und Verbandsmaterial auf dem Landweg nach Haiti aufgebrochen. Nach einem Zwischenstopp in Jimani auf der dominikanischen Seite der Grenze, wo sie ambulant Verletzte versorgten und kleinere chirurgische Eingriffe vornahmen, bezogen sie in Port-au-Prince Quartier: Zunächst bei „International Faith Mission", einer christlichen Missionseinrichtung aus den USA, anschließend aus Sicherheitsgründen im UN-Camp. Von dort aus war das Team zur medizinischen Erstversorgung zwischen Sonnenauf- und -untergang im Stadtgebiet unterwegs und konnte pro Tag zwischen 70 und 130 Patienten ambulant versorgen.
Nachdem über die Deutsche Botschaft ein Kontakt zu Mitarbeitern von Interhelp aus Hameln zustande gekommen war, entschied sich das Team von DEMIRA, die Kapazitäten zu bündeln und gemeinsam in einem der größten Flüchtlingslager in Port-au-Prince zu arbeiten, wo sich zwischen 50.000 und 70.000 Personen befanden. Dabei lag der medizinische Schwerpunkt auf der Behandlung von teilweise offenen Frakturen, Quetschungen, der Wundversorgung und der Behandlung von Wundinfektionen
Vor seiner Abreise gelang es dem Team zudem noch, das mobile Feldkrankenhaus aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Das sechsköpfige Nachfolge-Team, das für vier Wochen auf Haiti bleiben wird, konnte seitdem im Schnitt 200 Patienten pro Tag behandeln. Das Feldkrankenhaus soll auch nach dem Einsatz auf Haiti bleiben.
Nachdem die Versorgung mit Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Zelten als Notunterkünften nach wie vor unzureichend ist, und mit dem Beginn der Regenzeit die Gefahr des Ausbruchs von Seuchen wie Typhus und Cholera steigt, bittet DEMIRA Deutsche Minenräumer e.V. dringend um Spenden:
Stichwort: „Erdbeben Haiti"
Spendenkonto: 13 15 16, Stadtsparkasse München, BLZ: 701 500 00+++ NEWSTICKER +++
DEMIRA e.V.
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