ANGOLA

Fakten:
 
· Staatsfläche: 1.246.700 km²
 
· Bevölkerungszahl: 18,5 Mio.
 
· Minenverseuchung: Die Hälfte des Staatsgebiets ist    
  durch Landminen und andere Kampfmittel verseucht.
 
· Anzahl der vermuteten Minen: 1 Mio.
 
 
 
 

 
DEMIRA-MinenhundeStraße im Norden NamibiasTransport der Minenhunde nach AngolaZerstörung durch den BürgerkriegAufbau eines StützpunktesDEMIRA-Mitarbeiter aus CaluequeKarte von AngolaAnkunft des MinenräumersVorderansicht des Minenräumers 2000Seitenansicht des Minenräumers 2000Unterbringung der DEMIRA-MinenhundeDoghandler mit ihren MinenhundenÜbung der MinenhundeDEMIRA-DoghandlerMinenhündin Speedy bei TrockenübungenTägliches TrainingMinenhund RufusMinenhund Theo beim TrainingSpürnase BenMinenhund Finn zeigt anBelohnungHand-Entminer in SchutzkleidungMedizinische BetreuungVorbereitung eines zahnmedizinischen Eingriffes im Camp von DEMIRAMedizinische Untersuchung eines kranken Kindes im Camp von DEMIRABesuch der lokalen Polizei im DEMIRA-CampBesuch der angolanischen EntminungsbehördeFernbedienungsanlage und Monitor des Minenräumers 2000Aufbau der Fernbedien- und Monitoranlage vor OrtMinenräumer 2000 im EinsatzAuch starke Bäume werden mühelos entwurzeltStaubentwicklungTierärztliche Untersuchung eines MinenhundesTierärztin im mobilen EinsatzAnsicht der vom Minenräumer 2000 bearbeiteten FlächeAnsicht des zu entminenden Streifens im Stadium der Bearbeitung mit MinenhundenBearbeitung der Fläche mit MinenhundenGefundene Kampfmittel nach der Suche mit MinenhundenGefundene KampfmittelAnsicht der fertig bearbeiteten Strecke (Abschnitt)StromleitungStromleitungScharfes Fundstück......das durch eine Detonation entschärft wird
 
Minensituation in Angola
 
Während des 27 Jahre andauernden Bürgerkrieges zwischen der UNITA (antikoloniale Unabhängigkeitsbewegung Angolas) und den Regierungstruppen wurden mehrere Millionen Landminen gelegt bzw. abgeworfen. Damit gehört Angola zu den Ländern mit der höchsten Minenverseuchung weltweit. Die genaue Anzahl der Landminen und Blindgänger, die sich in Angola befinden, ist jedoch unbekannt. Schätzungen gehen aber von mindestens einer Million Landminen aus. Auch neun Jahre nach dem Krieg ist fast die Hälfte des Staatsgebiets wegen der hohen Minendichte kaum bewohnbar und verhindert jede Form der Landwirtschaft. Die Verminung weiter Teile des Landes prägt das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben: Mehr als 85.000 Menschen wurden bei Minenexplosionen verstümmelt und mehrere Tausende getötet.
 
Als Folge der flächendeckenden Verminung ländlicher Gebiete können hunderttausende Kriegsflüchtlinge nicht in ihre Heimat zurückkehren, sondern lassen sich stattdessen in den Städten nieder. Die angolanische Hauptstadt Luanda ist mit den mehr als 4 Millionen Einwohner völlig überfordert. Weder gibt es in der Stadt genügend Arbeitsplätze noch ausreichend Wohnraum für die vielen Menschen.
 
Auch die Wirtschaft des Landes leidet unter den Kriegsfolgen: Es gibt kaum sichere Transportwege, da auch viele Straßen vermint wurden. Der Handel zwischen den Landesteilen bzw. mit den Nachbarländern wird dadurch erheblich erschwert. Das Land kann sich wirtschaftlich von den Kriegsjahren nur erholen, wenn es gelingt, eine intakte Infrastruktur mit befahrbaren Straßen, öffentlichen Einrichtungen und auch wirtschaftlich und landwirtschaftlich nutzbaren Flächen wiederherzustellen. Die Räumung von Minen und Blindgängern stellt daher die Grundlage für jeglichen Wiederaufbau dar.
 
Minenräumprojekte in Angola
 
Damit sich Angola von seiner Kriegsvergangenheit befreien und in eine sichere Zukunft blicken kann, engagiert sich DEMIRA seit 1996 im Land. Der Schwerpunkt der Projekte in Angola liegt in der Räumung von Minen und der Ausbildung von Minenräumern. Viele tausende Quadratmeter Land konnte DEMIRA räumen. Neben Straßen entminte DEMIRA vor allem ländliche Gebiete, um den Flüchtlingen eine Rückkehr in ihre Heimat zu ermöglichen.
 
In 2008 entminte das angolanische DEMIRA-Team eine 105 km lange Straße und Gebiete rund um die Stadt Longa. Ziel der Räumung war, das Landminenrisiko für die Einwohner der Stadt zu verringern. Die Bewohner von Longa konnten sich nach der Räumung frei und sicher bewegen und auch die Verbindungsstraße wieder gefahrlos nutzen.
 
 
   


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